Werksgespräche · Juli 2026
Die Herde zusammenhalten
Ein Bild-Dialog mit Jaime Danielle Smith
Ein offener Dialog, getragen von autonomen Farb-Inseln, die über die Oberfläche tanzen und sich selten vermischen – jede von ihnen behält ihre ganz eigene Stimme. Eine visuelle Choreografie, in der die einzelnen Elemente im selben Raum koexistieren und durch einen gemeinsamen Rhythmus miteinander verbunden sind.
Wie die Herde zusammengehalten wird
Die Divergenz liegt darin, wie diese „bunte Herde" zusammengehalten wird. Auf der rechten Seite durchbrechen scharfe Linien die Leinwand und wirken wie ein kraftvoller, energetischer Rahmen, der die ungezähmte Bewegung strukturiert und bändigt.
Auf der linken Seite vertraut die Komposition einer völlig anderen Kraft: der unsichtbaren Spannung des offenen Feldes, in dem der Raum selbst zur Grenze wird und die weiße Fläche die Balance hält.
Genau das macht für mich den Reiz solcher Bild-Dialoge aus: Zwei Arbeiten, die denselben Ausgangspunkt teilen – die autonome Farbe, die ihren eigenen Weg geht – und doch eine völlig andere Antwort auf dieselbe Frage geben: Was hält das Ganze zusammen?
Mehr von Jaime findet ihr auf Instagram: @jaime_danielle_smith_artist.