Wonach ich suche
Seit meiner Kindheit begleitet mich dieselbe Frage:
Wie entsteht aus etwas Einfachem etwas Lebendiges?
Aus Staub entsteht Leben.
Aus einer Linie eine Zeichnung.
Aus Tönen Musik.
Aus Gedanken eine neue Wirklichkeit.
Heute nenne ich das die Grammatik des Werdens.
Ich zeichne und male nicht, um Motive abzubilden.
Mich interessiert, wie sich Dinge bilden, verändern und miteinander in Beziehung treten. Wie aus Spuren Strukturen werden. Wie aus Ereignissen Zustände entstehen. Wie sich Ordnung entwickelt, ohne erzwungen zu werden.
Meine Bilder sind keine Antworten. Sie sind Beobachtungen.
Viele Jahre habe ich als Gestalter, Lehrer und Coach gearbeitet. Rückblickend erkenne ich, dass alle diese Wege dieselbe Frage untersucht haben: Wie entsteht Neues?
Heute teile ich diese Beobachtungen, weil ich glaube, dass Kreativität nichts ist, was wir herstellen müssen. Sie organisiert sich selbst.
Manchmal braucht es nur einen Menschen, der aufmerksam hinschaut, Fragen stellt und Hindernisse aus dem Weg räumt, damit sich etwas Eigenes entfalten kann. Genau das interessiert mich — und genau das versuche ich in meinem Text Wann ist ein Bild fertig? zu beschreiben.
Wenn meine Bilder oder Gedanken Dich dazu einladen, Deine eigene Kreativität, Deine Wahrnehmung oder Deine Fragen neu zu entdecken, dann haben sie ihren Zweck erfüllt.