Authentisch sein

Selbstbewusst. Herzlich. Ehrlich.

Das Glück, authentisch zu sein, bedeutet, in Einklang mit sich selbst zu leben und sich nicht zu verstellen. Es bedeutet, seine eigenen Überzeugungen und Werte zu kennen und danach zu handeln.

Inhalt

Was bedeutet: authentisch sein?

Authentisch zu sein bedeutet, Du selbst zu sein, ohne Dich zu verstellen oder Dich an anderen zu orientieren. Deine eigene Wahrheit zu leben und zu Deinen Überzeugungen zu stehen. Doch: Wie authentisch kann man sein?

Stell Dir vor, Du bist ein Baum und Deine Wurzeln symbolisieren Deine Überzeugungen und Werte. Je tiefer Deine Wurzeln reichen, desto fester und stabiler stehst Du in Deiner Authentizität. Wenn Du jedoch versuchst, Dich anzupassen oder Dich zu verstellen, wirst Du wie ein Baum ohne Wurzeln sein, der bei jeder Windböe umfällt.

Wenn Du authentisch leben willst, frage Dich, wer Du bist und was Du willst. Sei ehrlich zu Dir selbst und steh zu Deinen wahren Gedanken und Gefühlen. Finde Deine eigene Stimme und lass Dich nicht von anderen bevormunden.

Authentisch sein bedeutet auch, dass Du Verantwortung für Dein Leben übernimmst und Dich nicht als Opfer der Umstände fühlst. Als authentischer Mensch bist Du frei – frei in Deinen Entscheidungen und in der Gestaltung Deines Lebens. Du handelst so, wie Du es willst, und nicht weil es von Dir erwartet wird –  in dem Fall sind die Enttäuschungen vorprogrammiert.

Authentische Menschen erkennst Du daran:

  • Sie sind ehrlich zu sich selbst und anderen

  • Gradlinig in Handeln und Denken

  • Integrität und moralische Werte als Kompass ihres Handelns

  • Selbstakzeptanz und Selbstliebe

  • Offenheit und null Geheimniskrämerei

Authentisch sein bedeutet auch, sich seiner Subjektivität bewusst zu sein und sie zu leben. Seine eigene Wahrheit leben – ohne Egoismus oder Egozentrik. Das Wissen um die eigene Subjektivität ermöglicht erst die echte Empathie für das genauso subjektive Leben des anderen. 

Warum ist es wichtig, authentisch zu leben?

Authentisch zu sein ist nicht nur wichtig für Dein eigenes Glück, sondern auch für das Gelingen einer emotional erfüllten Beziehungen. Wenn Du Dich verstellst, um anderen zu gefallen, baust Du Beziehungen auf falschen Grundlagen auf. Ganz einfach ist das. Sie werden auf Dauer nicht halten und Du wirst Dich unverstanden und ungeliebt fühlen.

Denn die wenigsten Menschen verbiegen sich aus devoter Ergebenheit, sondern aus Liebe – weil ihnen ein harmonisches Miteinander lieber ist als jede stressige Unstimmigkeit. Der Haussegen darf nicht schief hängen.

Doch erst wenn Du (und auch Dein Partner) authentisch bist und Deine wahren Gedanken und Gefühle teilst, können sich echte und tiefgründige Beziehungen entwickeln. Denn der andere weiß, woran er ist. Er kann sich darauf einstellen und seinerseits mit Offenheit und Ehrlichkeit antworten.

Stell Dir vor (oder vielleicht erlebst Du das ja auch), dass Du in Deiner Beziehung das Gefühl hast, Dich verstellen zu müssen: um dem anderen zu gefallen. Oder damit der Haussegen nicht schief hängt. Oder einfach aus Angst, der andere könnte Dich ablehnen.

Das ist auf Dauer eine enorme Belastung. Ständig schielst Du nach Deinem Partner und fragst Dich, was kannst Du Dir jetzt erlauben? Was darfst Du jetzt sagen? Was denken? Wo musst Du aufpassen? 

Und Dein Puls schnellt hoch, sobald Du an Deinen Partner denkst oder ihm begegnest…

Nimm Dein Herz in die Hand und trau dich, authentisch zu sein: Ehrlich, offen, transparent. Öffne Deine Schleusen, um der zu sein, der schon einmal warst. Dein Glück liegt nur eine Entscheidung weit vor Dir.

Nur auf authentische Weise können sich tiefe Beziehungen entwickeln, die auf Ehrlichkeit und Vertrauen basieren. Authentizität schafft die Basis für eine harmonische Beziehung und trägt wesentlich dazu bei, dass beide Partner glücklich und erfüllt sind.

Wie kannst Du authentischer leben?

Kennst Du das Gefühl, in einer Beziehung zu sein, in der Du Dich verstellen musst, um Deinem Partner zu gefallen oder um Konflikte zu vermeiden? Das ist auf Dauer die Hölle und wird zu einer großen Belastung. Wenn Du aber authentisch bist und Deine wahren Gedanken und Gefühle teilst, kannst Du emotional tiefgründige Beziehungen aufbauen, die auf Ehrlichkeit und Vertrauen basieren.

Nimm Dir die Zeit, um über Dich selbst zu reflektieren und zu verstehen, wer Du bist und was Du willst.

Lerne als erstes Deine eigenen Werte und Bedürfnisse kennen. Frag Dich , welche Werte Dir wichtig sind und welche Eigenschaften Du in einer Beziehung schätzt. Eigenschaften an dir, an Deinem Partner, und eure Eigenschaften als Paar.

Wenn Du Dich selbst nicht kennst, wie willst Du dann eine authentische Beziehung führen?

Authentisch zu sein bedeutet eben, seine wahren Gedanken und Gefühle zu kennen und auszudrücken. Das kann manchmal schwierig sein, besonders wenn Du Angst hast, dass Dir Deine Aussagen im Handumdrehen um die Ohren fliegen.

Wie offen bist Du in Deiner Beziehung? Kannst Du wirklich sagen, was Du denkst und fühlst, oder hältst Du Dich zurück, um den kalten Frieden zu bewahren?

Authentizität ist das Gegenteil von Rolle. Du musst nicht perfekt sein oder den perfekten Partner spielen, um geliebt zu werden. Sei einfach Du selbst und lass Dich nicht von Erwartungen oder Urteilen anderer einschränken.

Bist Du in Deinen Beziehungen Du selbst, oder versuchst Du, jemand zu sein, der Du nicht bist? Und wenn ja, wie lange möchtest das noch bleiben?

Hindernisse auf dem Weg zur Authentizität

Es gibt so viele Hürden auf dem Weg zu einem authentischen Leben. In den allermeisten Fällen sind es Glaubenssätze, die wir schon seit langem mit uns rumtragen und die ein persönliches Wachstum behindern.

Angst vor Ablehnung

Diese Angst kann uns davon abhalten, authentisch zu leben, weil wir befürchten, dass andere Menschen uns ablehnen oder kritisieren werden, wenn wir unsere wahre Persönlichkeit zeigen. Mit unseren Gedanken und Bedürfnisse oder Wünschen.

Der Glaubenssatz dahinter lautet: „Ich bin nicht gut genug, um akzeptiert zu werden.“

So fühlt sich Lisa minderwertig und hat Angst davor, dass ihr Freund Max sie verlassen wird, wenn sie ihre wahren Gefühle und Meinungen ausdrückt. Was immer Max sagt: Sie stimmt stets zu, selbst wenn sie anderer Meinung ist. Wenn sie sich viele Jahre so verhält, wird sie irgendwann gar keine Meinung mehr haben. Warum nachdenken, wenn man nichts davon hat?

Angst vor Verletzlichkeit

Die Angst, unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse zu zeigen, hindert uns auch daran, authentisch zu sein. Wir fürchten uns davor, verletzlich zu sein und von anderen verletzt zu werden. Vielleicht denken wir: „Ich muss stark und unabhängig sein, um respektiert zu werden.“

Zum Beispiel: Tom hat Angst davor, dass seine Partnerin Sarah ihn für schwach oder bedürftig halten wird, wenn er seine Ängste und Unsicherheiten zeigt. Er versucht, seine Gefühle zu verbergen und seine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Doch gerade dieses Zurückhalten und Verheimlichen macht ihn schwach. Und nicht stark. Er erreicht nur das Gegenteil.

Angst vor Veränderung

Die Angst, uns zu verändern oder neue Dinge auszuprobieren, kann uns davon abhalten, authentisch zu sein. Wir fürchten uns davor, aus unserer Komfortzone herauszukommen und uns auf neue Erfahrungen einzulassen. Der Glaubenssatz dahinter: „Es ist besser, bei dem zu bleiben, was ich kenne und was sicher ist.“

Beispiel: Julia hat Angst davor, dass ihre Partnerin Lisa sie verlassen wird, wenn sie ihre Interessen und Hobbys auslebt, die nicht mit Lisas Vorstellungen übereinstimmen. Sie passt sich immer wieder Lisas Erwartungen an und vermeidet es, ihre eigenen Wünsche und Träume zu verfolgen. Auch bei diesem Beispiel geht es wieder ums Anpassen und Vermeiden.

Wenn Du erst einmal authentisch lebst, lebst Du immer weniger im Vermeidungs-Modus.

Angst vor Konflikten

Auch die Angst, Konflikte austragen zu müssen oder sie zu verursachen, hindert uns daran, authentisch zu sein. Wir fürchten uns davor, dass sie unsere Beziehungen belasten oder zerstören könnten. 

Der passende Glaubenssatz lautet: „Jeder noch so schlechte Kompromiss ist besser als jeder Konflikt.“ Zum Verdeutlichen kannst Du jedes Beispiel von oben nehmen.

Angst vor Verurteilung

Die Angst, von anderen verurteilt oder als andersartig betrachtet zu werden, hindert uns daran, authentisch zu leben. Wir fürchten uns davor, aufzufallen oder als seltsam angesehen zu werden. Der Glaubenssatz dahinter: „Ich darf auf keinen Fall auffallen.“

Um erfolgreich Richtung Authentizität durchzustarten, kommst Du nicht umhin, Dein System von Glaubenssätzen aufzuräumen. Wie und mit welcher Methode, spielt keine Rolle. Hauptsache ist die Bereitschaft, die Nase über den Rand Deiner Komfortzone zu strecken. Eine große Hilfe ist das innovative BeziehungsReich-System, wo in Schritt für Schritt die Baustellen in Deiner Beziehung bearbeitest und am Ende ein authentisches Leben führen kannst.

FAQ

Authentisch zu sein bedeutet, dass man sich selbst treu ist und seine eigenen Überzeugungen und Werte kennt und danach handelt, ohne sich von der Meinung anderer Menschen wesentlich beeinflussen zu lassen oder gar bevormunden zu lassen. Es geht um Ehrlichkeit zu sich selbst und anderen. Wer authentisch lebt, will anderen nicht gefallen oder Konflikte zu vermeiden. Authentizität ist eine essentielle Voraussetzung für emotional erfüllte Beziehungen.

 

Um authentischer zu werden, ist es wichtig, sich mit seinen eigenen Überzeugungen, Werten und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Eine Möglichkeit ist, regelmäßig in sich hineinzuhören und zu reflektieren, was einem wirklich wichtig ist. Es kann auch hilfreich sein, sich in Situationen bewusst zu machen, ob man sich selbst treu bleibt oder ob man sich verstellen muss, um anderen zu gefallen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist, sich seiner Ängste bewusst zu werden und diese anzugehen, um sich selbst zu akzeptieren und authentischer zu leben.

 

Viele Menschen haben negative Glaubenssätze, die ihnen das authentische Sein erschweren, z.B. dass sie nicht gut genug sind, dass sie von anderen akzeptiert werden müssen oder dass sie immer nur geben müssen. Sie haben auch oft Angst vor Ablehnung und Konflikten sowie das Bedürfnis, anderen zu gefallen und harmonische Beziehungen zu haben. All diese Überzeugungen und Ängste können dazu führen, dass sie sich zurückhalten, verstellen oder ihre Bedürfnisse und Wünsche verleugnen, um Konflikte zu vermeiden oder andere nicht zu verletzen.

 

Eine Möglichkeit, authentisch in Beziehungen zu sein, ohne andere zu verletzen, ist, ehrlich und respektvoll zu kommunizieren. Es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu kennen und diese offen mitzuteilen, aber auch die Grenzen anderer zu respektieren. Dabei sollte man sich auf konstruktive Gespräche konzentrieren und nicht darauf, andere zu kritisieren oder zu verurteilen. Offene und aufrichtige Kommunikation kann dazu beitragen, Beziehungen auf ehrlicher und vertrauensvoller Basis aufzubauen und langfristig zu stärken.

 

Um authentischer zu leben, ist es von Bedeutung, sich bewusst zu werden, welche Überzeugungen und negativen Glaubenssätze uns zurückhalten und uns davon abhalten, uns selbst zu sein. Eine kraftvolle Methode, um diese zu überwinden, ist das Bearbeiten der eigenen Glaubenssätze, beispielsweise durch The Work of Byron Katie oder NLP. Es ist wesentlich, dass wir uns Zeit nehmen, um uns selbst besser kennenzulernen und zu verstehen, was uns wirklich wichtig ist.

Auch das Üben von Selbstakzeptanz und Selbstliebe trägt erheblich dazu bei, authentischer zu sein.